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blogeintrag

Nach der Weltreise ist vor der Weltreise. Fortsetzung folgt.

  • Autorenbild: Simon Erni
    Simon Erni
  • 24. Sept. 2018
  • 7 Min. Lesezeit

Es ist schon eine Weile her, als ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Und ja, ich habe allen Bloglesern fest versprochen, dass diese Webseite auch nach meiner grossen Weltreise "weiterlebt". Über vier Monate ist es her und mein letzter Blogbeitrag stammt noch aus Japan - Höchste Zeit also, mein Versprechen auch einzulösen. Japan - Wenn ich heute darauf zurückblicke, kommt mir das wie eine "halbe Ewigkeit" vor. Seit diesem Zeitpunkt habe ich keinen Blogbeitrag mehr geschrieben - und das nicht, weil es nichts zu erzählen gäbe. Nein, ganz im Gegenteil. Nach Tokyo bin ich in die Schweiz gereist, im Prinzip war das irgendwie "Das Ende meiner Weltreise", nun ja... das erste Mal, dass ich nach zahlreichen Reisetagen, Autokilometern, Wanderungen und Flugstunden mal wieder (kurz) Schweizer Boden unter den Füssen gespürt habe. Das war im Mai.


Viele meiner Blogleser kenne ich persönlich. Während meine engeren Freunde und Bekannten ziemlich "ajour" sind, was ich in letzter Zeit so alles gemacht habe, gibt es sicher auch den einen oder anderen Blogleser, der hier nicht mehr "up2date" ist. Hier einmal also ein kurzer Rückblick von den vergangenen Monaten, bevor ich mich dann dem Thema "Nach der Weltreise ist vor der Weltreise" widme.

Ende Mai / Anfang Juni: Safari durch Kenia und Tansania

In die Schweiz bin ich damals gekommen, weil ich - für meine Reise nach Afrika (die ich damals schon von Australien her organisiert habe) - noch ein paar "medizinische Vorbereitungen" machen musste. Kenia und Tansania standen dabei schon länger als "Traumziel" fest. Und - ohne hier jetzt auf alle Details einzugehen - ja, die Reise durch Afrika war ein Traum!!! Afrika ist etwas ganz Besonders - Weil Afrika vor allem noch eins bietet: Ungezähmte Natur.


Ungezähmte Natur habe ich dann auch erlebt - zumindest aus dem sicheren Truck und Jeep des Tourveranstalters, mit dem ich in Kenia und Tansania unterwegs war. Die grossen Highlights der Reise waren sicher die Fahrt durch die Serengeti sowie den Tagesausflug in den Ngorngoro Krater. Meine Eindrücke, kurz zusammengefasst: Einfach gigantisch. Insbesondere die Serengeti hat mich nochmals komplett überwältigt: Elefanten, Geparden, Leoparden, Löwen, Gazellen, Büffel, Giraffen, Affen, Zebras, Alligatoren, Pelikane, Nashörner - Diese Tiere einmal in kompletter Wildnis zu sehen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Hier ein paar Eindrücke:

Landschaften wie von einer anderen Welt - Die Sonnenuntergänge in Afrikas Serengeti sind wohl schwer zu "toppen".

Ein wilder Löwe aus relativ naher Distanz - Genau das möchte man sehen, wenn man eine Safari macht.

Ein "Besonderes Erlebnis" war auch das Zelten unter freiem Himmel. Schreienden Hyänen während dem Einschlafen zuzuhören und mitten in der Nacht geweckt zu werden, weil eine Büffelherde über den Zeltplatz donnert - Ja auch das sind einmalige Erlebnisse. In Afrika war ich mit einer Gruppe, bestehend aus rund 16 Personen unterwegs. Relativ rasch haben wir uns alle angefreundet und sind zu einer "verschworenen Einheit" geworden - Dies auch im "Kampf gegen die Tsetse-Fliegen", den wir dann "mehr oder weniger" für uns entscheiden konnten.


Ein besonders schönes Erlebnis war Afrika auch, weil ich hier die Schwestern Danielle und Joyce aus den Niederlanden und Fedler - ursprünglich aus Haiti, heute in den USA lebend, kennenlernen durfte. Zu Viert hatten wir auf diesem Trip einfach eine unglaublich coole Zeit und auch heute noch sind wir nahezu wöchentlich weiterhin in regem Kontakt. Weitere Impressionen aus Afrika finden sich jetzt wie gewohnt in der Rubrik "Portfolio".

Juni: Expeditionsreise in die Arktis

Als ich im November 2017 in die Antarktis (südliches Polargebiet) gereist bin, wusste ich, dass ich irgendwann auch in die Arktis, also "ganz hoch in den Norden" reisen möchte. Dass ich das noch im 2018 machen sollte, war nie geplant, sondern dem "Zufall" zu verdanken. In die Arktis bin ich auf Einladung gereist (I am sure you will read this: Thank you very much for this amazing Trip. Once again. LY. Forever).

Abenteuer Arktis - Auf einer der vielen Inseln - umgeben von einer Landschaft, die seinesgleichen sucht. Magisch.

Wie muss man sich eine Reise in die Arktis vorstellen? Nun, eigentlich ist das Ganze ziemlich einfach: Man fliegt nach Svalbard auf den so genannten "Spitzbergen" und erkundet die Arktis dann per Expeditionsschiff. Die "Spitzbergen" bestehen aus mehreren Inseln hoch oben im Norden, etwas oberhalb von Norwegen und sind geografisch unabhängig, aber der Regierung Norwegens angeschlossen. Warum macht man eine Reise zu den Spitzbergen? Während es im südlichen Polargebiet Pinguine gibt (aber keine Eisbären) ist es im Norden genau umgekehrt: Keine Pinguine - Dafür Eisbären. Und sonst: Die Antarktis ist landschaftlich gesehen wohl eindrücklicher (jedoch auch einiges schwieriger zu bereisen), die Spitzbergen hingegen bieten mit dem Eisbär, anderen Tieren und dem Polarfuchs aber ein paar ganz besonders schöne Tiere. Und neben viel Wildlife bieten die Spitzbergen auch einfach traumhaft malerische Landschaften.


Eisbären gibt es in dieser Region zwar einige (gem. aktueller Zählung knapp 1000) und dennoch ist es nicht ganz einfach, einen solchen auch zu sehen. Insbesondere wenn man einen Eisbären aus naher Distanz sehen möchte, ist dies in aller Regel nur dann möglich, wenn ein solcher von sich aus selbst in die Nähe des Schiffs kommt (Sämtliche Landausflüge sind nur in Begleitung mit Personen zu unternehmen, die ein Gewehr mit sich tragen und im Umgang mit solchen Situationen entsprechend geschult sind - Ja, Eisbären können extrem gefährlich sein). Mit etwas Glück haben wir dann auch mehrere Eisbären gesehen, einen davon ganz besonders nah:


Am Rande des ewigen Packeis der Arktis: Ein Eisbär "wie aus dem Katalog"

Die Spitzbergen bieten eine sehr interessante Vielfalt an Natur (Fjorde, Gletscher, steinige felsige Inseln) und eine spannende Artenvielfalt an Tieren (neben Eisbären u.a. Rentiere, Robben, Walrosse, Puffins und zahlreiche weitere Vögel). Das für mich "persönlich schönste Tier", das es in den Spitzbergen (mit etwas Glück) zu sehen gibt, ist jedoch nicht der Eisbär, sondern der Polarfuchs. Der Polarfuchs ist mit einer Grösse zwischen 30 bis 60cm ein eher kleines Tier und aufgrund seiner Tarnung und seinem Lebensraum nur selten zu sehen. Dass wir dann auch einen solchen aus naher Distanz gesehen habe, haben wir hier einer Einheimischen zu verdanken, die dank jahrelanger Erfahrung genau gewusst hat, wo sich der Polarfuchs bevorzug aufhält. Ein besonderes Erlebnis, an das ich mich immer wieder gerne zurückerinnere.

Ein kleines Tier mit absolut aussergewöhnlich kräftigen Augen: Der Polarfuchs.

Ich könnte hier noch so vieles schreiben, sei es aus Afrika oder auch von den Spitzbergen. Reisen ist einfach etwas vom Schönsten. Alle Erlebnisse zu teilen - Unmöglich! Aber das ist auch okay so, denn eigentlich ging es mir einfach darum, wieder einmal einen kurzen Blogbeitrag zu schreiben (ja, schon komisch, irgendwie habe ich das "Bloggen" vermisst in den letzten paar Monaten).

Juli und August: Brasilien

Viele Orte, die ich auf meiner Weltreise bereist habe, haben mich auf unterschiedliche Art tief berührt. Eines dieser Länder ist Brasilien. Brasilien bietet an vielen Orten noch eine unglaublich ursprüngliche Natur und mit dem "vielleicht besten Essen der Welt" und den "wahrscheinlich herzlichsten Menschen der Welt" einfach gleich zwei Komponenten, warum Brasilien für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen hat. Und in Brasilien habe ich "meine zweite Familie" gefunden. Im Juli und August bin ich also nochmals nach Brasilien gereist. Während bei meiner letzten Reise v.a. noch das Reisen selbst im Vordergrund stand, hatte die erneute Rückkehr nach Brasilien dieses Mal einen anderen Grund: "Eu falo Português". Ja ich lerne eine neue Sprache: Brasilianisches Portugiesisch. Kurz zusammengefasst: Eine mega schöne Sprache, aber nicht ganz einfach. Brasilien ist magisch und wird es auch immer sein für mich. "Brasil, amo você, para sempre".

September: Nach der Weltreise ist vor der Weltreise


Einige meiner Blogleser fragen sich (und teilweise auch mich), wie es denn nun so "bei mir weitergeht". Eine berechtigte Frage - Eine Frage, die wohl jeder hört, der wie ich eine Weltreise gemacht hat und irgendwie wieder "zurück" ist. Eigentlich das "Normalste der Welt". An dieser Stelle kann auch ich momentan nur so viel sagen: Ich bin einmal um die Welt gereist, ich habe vieles gesehen und vieles erlebt. Dass ich eine derartige Reise machen kann, habe ich nie als selbstverständlich angeschaut, sondern immer als "Privileg" betrachtet. Ja, es ist ein "Privileg", eine Weltreise zu machen und ich habe lange daraufhin gearbeitet, habe diese Reise lange im Voraus geplant und mir viele Dinge im Alltag zuvor auch mal "nicht geleistet". Heute gehöre ich zu jenen Menschen, die einmal rund um die Welt gereist sind und schon einmal auf jedem der sieben Kontinente waren. Etwas wofür ich sehr dankbar bin. Ja, ich habe mir einen ganz grossen Traum erfüllt. Wie es bei mir "genau weitergeht"? Ganz ehrlich: Wie es ganz genau weitergeht - Keine Ahnung. Habe ich einen Plan? Ja. Will ich diesen Plan hier auf meiner Webseite öffentlich kundtun? Nein.


Aktuell bin ich in Luzern. Ja, ich bin Zuhause und habe hier auch schon wieder eine kleine Wohnung. Ich bin daran, mich hier in der Schweiz wieder etwas "einzuleben", habe schon wieder eine Migros Cumuluskarte und erfreue mich aktuell gerade an den überraschend warmen Septembertagen. Und wenn es hier nach meiner langen Auslandsabwesenheit auch noch viele administrative Aufgaben "anzupacken" gilt, freue ich mich auch darauf, beruflich demnächst wieder einen neuen Weg einzuschlagen. Wie das im Detail ganz genau aussieht, weiss ich aktuell noch nicht - aber das ist momentan auch gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es mir, einen Weg zu gehen, der mir Freude macht, ein Weg zu gehen, bei welchem ich meine Ideen einbringen kann und Spass dabei habe. Und auch wenn ich aktuell noch nicht ganz genau weiss, was ich wie und wann in welchem Umfang machen werde, so bin ich zumindest von etwas überzeugt:


Es kommt nicht darauf an, für alles immer einen Plan zu haben, viel wichtiger ist es, auch dann ruhig zu bleiben und sich am Leben zu erfreuen, wenn man mal keinen Plan hat. Und vielleicht ist genau das die Quintessenz, was ich auf meiner Weltreise gelernt habe: Die Dinge kommen, wie sie kommen müssen, vieles können wir nicht planen oder im Vornhinein wissen, alles was uns bleibt, ist darauf zu vertrauen, dass unser Glaube selbst stärker ist als alles Andere. Und das Reisen? Ja, auch hier schmiede ich schon wieder Pläne... (Fortsetzung folgt).


Bis dahin: Erneut ein Herzliches Dankeschön an alle Blogleser. Ich habe auch mal wieder etwas Zeit gefunden, ein paar Fotos hochzuladen (siehe Rubrik Portfolio) und freue mich, einige von Euch demnächst ganz einfach auch mal wieder zu sehen.

Aloha, Simon.


 
 
 

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